Der Geist der Akademie


Vorderstes Anliegen der Kammermusikakademie von Thury ist die Begegnung leidenschaftlicher Kammermusikliebhaber. Der Rahmen bleibt überschaubar und familiär mit Teilnehmerzahlen zwischen 12 und 20 Musikern, die sich an einem Ort versammeln und im Rhythmus der alle zwei Tage stattfindenden Konzerte und der vorgespielten Kammermusikwerke leben. Hier finden Berufsmusiker mit ausgeprägter Erfahrung im Bereich der Kammermusik und Amateure, die nach intensiver Arbeit an diesem Repertoire und der Aufführung streben, zusammen. Die öffentlichen Auftritte stellen den Zielpunkt der Arbeit dar. Das Publikum vor Ort ist mit dem Geist und der pädagogischen Dimension des Projekts vertraut.

Ein weiterer Bestandteil der Akademie ist die Geselligkeit. Ohne das ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung dieses schwach besiedelten Landstriches hätte ein solches Projekt keinen Bestand. Auf die beharrliche Anregung von Michel Mourot, der in Thury lebt, gehen sowohl die Unterstützung durch öffentliche Instanzen als auch die tatkräftige und großzügige Gastfreundschaft der Bewohner zurück, die Jahr für Jahr die Entwicklung und den Erfolg des Projekts ermöglichen. Seit langem besteht eine echte Beziehung mit den Dorfbewohnern, Gastgebern, verschiedenen Partnern und Zuhörern. Dieser gastliche Austausch ist zum tragenden Sockel des Projektes geworden.

Die kulturellen Schätze dieses Landstrichs finden sich in den schönen, fast ausnahmslos mittelalterlichen Kirchen, den kleinen Schlössern und den touristischen Anziehungspunkten, zu denen die Steinbrüche und Töpfereien ebenso gehören wie das Museum im Schloss von Saint-Sauveur-en-Puisaye , das der Schriftstellerin Colette in ihrem Geburtsort, 10 km von Thury entfernt, gewidmet ist. Somit prägen Schlichtheit und Schönheit der Landschaft, der Architektur und der Baudenkmäler den Rahmen der Kammermusikakademie.

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